1.) Nachstehend finden Sie Auszüge aus
der E-Mail eines Polizeibeamten, die mich im Vorfeld der o.a. Sendung
erreicht hat. Gestrichen sind die Passagen, die einen Rückschluss auf
die Person des Absenders zulassen könnten. Entscheidend ist nicht die
Person des Absenders, entscheidend ist der Inhalt!
„Betreff: WG: Flüchtlingskrise aus der Sicht eines Polizeibeamten
Von einem Polizeibeamten
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Sehr geehrter Herr Bosbach,
….
Ich
selber bin Kriminalbeamter in …. und seit mehr als …. zuständig für
aufenthaltsrechtliche Straftaten und Urkundenfälschungen zur
Verbesserung des aufenthaltsrechtlichen Status. Nach dieser Zeit ist mir
nichts mehr fremd im Bereich der Ausländerkriminalität. Ich habe
Scheinehen, Scheinvaterschaften, Urkundsdelikte zur Vortäuschung der
EU-Freizügigkeit, Asylbetrug zur Erschleichung von Sozialleistungen u.
s. w. bearbeitet.
….
Die
Gründe dafür sind für mich immer noch nicht nachvollziehbar. Seitdem
sprachen und sprechen auf unserer Dienststelle sehr viele Menschen vor,
um ein Asylbegehren zu äußern. Damit verbunden sind naturgemäß
vorhergehende Straftaten der unerlaubten Einreise, sodass polizeiliches
Handeln erforderlich ist (erkennungsdienstliche Behandlungen, Einleitung
von Strafverfahren). Ich behaupte also einen Überblick darüber zu
haben, um was für Menschen es sich handelt. Es waren zunächst Familien
mit Kindern fast immer gut gekleidet und mit Barmitteln ausgestattet.
Die erste Frage war häufig nach WiFi. Ich habe sogar Fälle erlebt, in
denen während der Maßnahmen mit der Familie zuhause geskypt wurde. Seit
einiger Zeit kommen fast nur noch männliche Personen zwischen 20 und 30
Jahren, häufig perspektiv- und bildungslose Nordafrikaner aus der
Maghreb Region. Aus den Erzählungen meiner Großeltern stelle ich mir
Kriegsflüchtlinge jedenfalls anders vor. Auch wenn für jeden Einzelnen
gute Gründe vorliegen seine Heimat zu verlassen, ich denke sie liegen
überwiegend im wirtschaftlichen Bereich. Dabei dürfte Ihnen die
Problematik, dass aufgrund der Vielzahl der eingereisten Menschen an der
Grenze keine Fingerabdrücke genommen werden können, hinreichend bekannt
sein. Ausweisdokumente werden in der Regel nicht mitgeführt, in der
Folge kommt es zu Doppelerfassungen bei der Beantragung einer BÜMA, wie
nicht zuletzt die Razzia zeigte. Mir ist bekannt, dass an der Grenze
zwei Fingerabdrücke genommen werden. Diese werden allerdings nur zum
Abgleich im AFIS beim BKA verwendet und anschließend nicht gespeichert.
Das heißt eine anschließende Zuordnung ist nicht möglich. Auch die
Aufstockung des BAMF und neue Einstellungen bei der Bundespolizei können
aktuelle sicherheitspolitische Defizite m. E. nach nicht auffangen.
Soweit ich das beurteilen kann, fehlen beim BAMF erfahrene Entscheider
die verwaltungsrechtlich haltbare Asylentscheidungen treffen können.
Mehr Stellen bei der Bundespolizei machen sich auch erst in mehreren
Jahren bemerkbar, nämlich nach Beendigung der Ausbildung.
Ich
konstatiere das m. E. ein sicherheitspolitisch unhaltbarer Zustand
eingetreten ist. Ich erkenne einen staatsgefährdenden Verlust der
Wehrhaftigkeit, verbunden mit fehlendem Respekt staatlichen
Institutionen gegenüber. Dieser beginnt bereits an der Grenze, wenn wir
nicht mehr in der Lage sind unerlaubte Einreisen zu verhindern. Ich
glaube, dass es durchaus möglich wäre, basierend auf meinen Erfahrungen,
die ich …. machen durfte, flächendeckend unerlaubte Einreisen durch
Zurückweisungen / Zurückschiebungen zu verhindern.
Mir
steht es nicht zu, Sie in meiner Funktion als Polizeibeamter darum zu
bitten alles in Ihrer Macht stehende zu tun, die nationale Ordnung durch
effektive Grenzkontrollen an der deutschen Grenze wieder herzustellen.
Dies tue ich als besorgter Familienvater, der seine Kinder in geordneten
Verhältnissen aufwachsen sehen möchte.
Mit freundlichen Grüßen
…
Von meinem iPad gesendet “
2.)
Stimmt es tatsächlich, dass das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden,
in Köln doppelt so hoch ist wie in München? Ja! Leider!
Auszug aus der Polizeilichen Kriminalstatistik für das Jahr 2014:
München: 1.407.836 Einwohner(innen) / 110.208 registrierte Straftaten
Köln: 1.034.175 Einwohner(innen) / 157.113 registrierte Straftaten
3.)
Stimmt es tatsächlich, dass das Risik,o Opfer einer Straftat zu werden,
in NRW fast 70 % größer ist als in Bayern? Ja! Leider!
Häufigkeitszahlen (Straftaten pro 100.00 EW) NRW: 8.459 Bayern: 5.073
No comments:
Post a Comment